AHG - Allgemeine Hospitalgesellschaft Aktiengesellschaft: Pädiatrie  
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Enuresis (Einnässen)

Bildausschnitt von einem Kind auf Toilette
Einnässen ist immer noch ein Tabu-Thema, dabei sind in Deutschland über eine halbe Million Kinder davon betroffen. Somit ist das Einnässen nach den Allergien die zweithäufigste Gesundheitsstörung im Kindesalter, von der fast 10 % der 7-Jährigen betroffen ist. Selbst unter Erwachsenen gibt es nach Untersuchungen noch 1 – 2 % Bettnässer. Die WHO klassifiziert daher das Bettnässen als behandlungswürdige Gesundheitsstörung.

Bei der überwiegenden Anzahl unserer Patienten ist das Einnässen eine chronische Störung, oft können auch organische Ursachen eruiert werden. Die Kinder und ihre Familien haben in der Regel schon viele erfolglose Behandlungsversuche hinter sich gebracht, so dass bereits sekundär eine Neurotisierung mit vermindertem oder gestörtem Selbstwertgefühl aufgetreten ist. So kann sich die Symptomatik im Sinne eines Teufelskreises (Circulus vitiosus) verstärken. Die Ätiologie der Problematik ist oft vielschichtig, so dass bei jedem einzelnen Patienten eine differenzierte Problemanalyse erforderlich ist, die einen individuell zugeschnittenen therapeutischen Zugang ermöglicht.

Zu Beginn der Rehabilitationsbehandlung erfolgte eine Ergänzung bzw. Aktualisierung der Diagnostik, um ein individuelles Behandlungskonzept zu erstellen. Dazu gehören medizinische (evtl. Medikation), physiotherapeutische, pädagogische und psychologische Ansätze.

Ziel der Therapie in den AHG-Kliniken ist es, das Einnässen und auch die Körperwahrnehmung zu verbessern, die Blasenfunktion zu trainieren, ein altersgerechtes Verständnis der Körperfunktion und der Symptomatik zu vermitteln und insbesondere auch die Familie in die Behandlung so mit einzubeziehen, dass sie das Behandlungsergebnis zu Hause selbstständig stabilisieren und langfristig erfolgreich zu Ende führen kann.

 

Therapieformen