AHG - Allgemeine Hospitalgesellschaft Aktiengesellschaft: Pädiatrie  
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Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADHS)

Kinder, die knieend Skateboard fahren

ADHS Aufmerksamkeits-Hyperaktivitätssyndrom ist keine Randerscheinung: Das Aufmerksamkeits-Hyperaktivitätssyndrom ist eine der häufigsten psychiatrischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Betroffen sind 600.000 Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahren – das sind 2 bis 6 % der Schülerinnen und Schüler.

Die Hauptsymptome sind Überaktivität (Hyperaktivität), Unaufmerksamkeit und Impulsivität. Begleiterkrankungen können Störungen des Sozialverhaltens, Teilleistungsstörungen, Lernstörungen, Angststörungen, Depressionen sowie Tics sein. Jungen leiden drei- bis viermal häufiger an den Symptomen als Mädchen. Während bei Jungen mehr der hyperaktive Typ überwiegt, treten bei Mädchen die Probleme der Unaufmerksamkeit („Träumsuse“) in den Vordergrund. Die Symptomatik muss vor dem 6. Lebensjahr angefangen haben, länger als sechs Monate dauern und in zwei von drei sozialen Situationen Schule/Kita, Familie und/oder Untersuchungssituation auftreten. Ein ADHS-Kind kann Familien schnell an den Rand der Belastbarkeit bringen. Häufig stehen Probleme im schulischen Bereich im Vordergrund und lassen die Eltern den Arzt aufsuchen. Wichtig ist eine exakte Diagnosestellung. Bei ADHS wird  in der AHG-Klinik eine multimodale Behandlung bestehend aus Aufklärung von Patienten, Eltern und Lehrern, Elterntraining, Schultraining, Verhaltenstherapie und medikamentöser Therapie durchgeführt. Ein unbehandeltes ADHS kann zu weiteren Problemen in den Familien führen wie Suchterkrankungen, Angsterkrankungen.  Außerdem birgt es ein erhöhtes Unfallrisiko in sich. Des weiteren erreichen Kinder mit ADHS Aufmerksamkeits-Hyperaktivitätssyndrom häufig nicht den Schulabschluss, der ihrer Intelligenz entspricht.

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