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Nicht stoffgebundene Sucht

Von hinten fotografiert: Junge, der vor einem Monitor sitzt

Ursprünglich bezieht sich der Begriff der "Sucht" auf die "stoffgebundenen" Süchte. Gemeint sind Abhängigkeitserkrankungen,die mit der Einnahme stofflicher Substanzen wie Alkohol, Medikamente oder Rauschdrogen verbunden sind. Doch auch die so genannten "nicht-stoffgebundenen" Süchte werden in der Geschichte bereits früh beschrieben. Schon die antiken Geschichtsschreiber erwähnen das exzessive Glücksspielen, ’Überessen’ und ausschweifende Formen der Sexualität.

Entwicklung

Auch für diese Verhaltensexzesse sind intensive, suchttypische Gefühlszustände bezeichnend: eine veränderte Befindlichkeit, in der angenehme Gefühle verstärkt oder unangenehme Gefühle abgeschwächt werden. Hinzu kommen Veränderungen des Bewusstseins, des Empfindens, der Gefühlswelt, der Aufnahme- und Konzentrationsfähigkeit und des Verhaltens. Diese Wirkung ist dafür verantwortlich, dass der Betroffene sich nicht an den üblichen sozial festgelegten Umgang mit Glücksspiel, Ernährung und Sexualität orientiert und immer mehr ‚aus der Rolle fällt’. Es resultiert ein immer stärker werdender Ausgrenzungsprozess aus der Familie, dem Beruf und sozialen Umfeld. Der Erkrankte leidet unter den damit verbundenen sozialen Diskriminierungen und entwickelt starke Schuld- und Schamgefühle, die bis hin zum Selbstmord führen können.

Rahmenbedingungen

So wie der Alkoholismus als Musterbeispiel einer stoffgebundenen Suchterkrankung gilt, lässt sich das pathologische Glücksspielen als typischste Form einer nichtstoffgebundenen Erkrankung ansehen. Es ist seit 2001 in Deutschland von den Rentenversicherungsträgern und Krankenkassen als ein eigenständiges psychisches Störungsbild anerkannt. Seitdem besteht die Möglichkeit, eine ambulante oder stationäre Behandlung (AHG-Behandlungsangebote für Pathologische Glücksspieler) in dafür anerkannten Einrichtungen durchzuführen.



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