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Pathologischer PC-/Internet-Gebrauch (Computersucht, Onlinesucht, Internetsucht)

Gebannt starrt ein Mensch auf einen großen, hell erleuchteten Bildschirm vor sich.

Computersucht oder Internetsucht : Die als „pathologischer PC/Internetgebrauch“ bezeichnete Störung ist inzwischen in Deutschland als eigenständiges Krankheitsbild anerkannt und die Kosten für eine stationäre Behandlung (mit Nachsorge an spezialisierten Beratungsstellen) werden von den Renten- bzw. Krankenversicherungen übernommen.

Die negativen Auswirkungen der sog. Computersucht oder Internetsucht  reichen zum Teil so weit, dass Familie, Partner, Freunde, der Beruf und die Gesundheit des Betroffenen durch die exzessive Nutzung von  Computer oder Smartphone stark in Mitleidenschaft gezogen werden können.

Vielfältige Unterstützungsangebote der AHG

Sie benötigen Unterstützung oder detailliertere Informationen? Die AHG kann Ihnen auf unterschiedlichsten Wegen Hilfe anbieten – über unsere Beratungshotline, über die neue Website www.computersucht.help oder durch unsere unterschiedlichen spezialisierten Kliniken. Nachfolgend finden Sie kurze Beschreibungen, um den für Sie passenden Kontaktweg herauszufinden:

- Beratungshotline & E-Mail

Eine erste Orientierung und die Vermittlung der richtigen Ansprechpartner bei Computer-/Internetsucht bietet Betroffenen und Angehörigen die AHG-Beratungshotline unter Tel. 01801-244 222* oder  beratung@ahg.de.

- Stationäre Therapieangebote bieten die folgenden AHG-Standorte an:

Daun (Erwachsene ab 18 Jahren), Münchwies (Erwachsene ab 18 Jahren), Schweriner See (Erwachsene ab 18 Jahren), Im Odenwald (Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene), Beelitz (Jugendliche von 14 - 18 Jahren)

Über die Verlinkungen hinter den Kliniknamen gelangen Sie direkt auf die entsprechenden Webseiten der Kliniken, um dort  ein Angebot an weiterführenden Informationen und direkten Kontakten zu den Kliniken zu erhalten. Oder nutzen Sie zunächst den nachstehenden Flyer, mit einem gebündelten Informationsangebot.

>> Flyer

- www.computersucht.help: Zusätzliche Informationen und Hilfe

Seit dem 1. Juli 2016 gibt es außerdem weitere umfassende Informationen  auf der zusätzlichen Internetseite www.computersucht.help.Neben Informationen zum Krankheitsbild des pathologischen PC/Internetgebrauchs (Computersucht oder Internetsucht) bietet die Internetseite Hilfestellungen sowie Angebote für Betroffenen und Angehörige:

  • Selbsttest: Der integrierte Kurzfragebogen zu Problemen beim Computergebrauch liefert dem Nutzer mit Hilfe eines wissenschaftlich abgesicherten Screenings Klarheit, ob ein normaler, problematischer oder krankhafter PC/Internetgebrauch vorliegt.
  • Ampelmodell: Ein langjährig bewährtes Ampelmodell ermöglicht zudem den Abschluss eines „Vertrages“ mit sich selbst, einer Bezugsperson oder einem Therapeuten, um die Selbstkontrolle über geplante Veränderungen eines eventuell problematischen oder krankhaften Umgangs mit dem PC/Internet zu erhöhen.
  • Beratungsstellen/Selbsthilfegruppen: Ein bundesweites Verzeichnis mit auf diese Thematik spezialisierten Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen liefert die richtigen Ansprechpartner.
  • Diagnosezentren/Kliniken: Kontaktdaten zu AHG-Diagnosezentren und Kliniken, die auf die weitergehende Beratung und stationäre Behandlung spezialisiert sind, helfen im Bedarfsfall.

Darüber hinaus bieten die Experten der AHG auch an, Weiterbildungen oder Vorträge zur Thematik vor Ort durchzuführen. Hierzu finden Sie Übersichtvorträge und Veröffentlichungen ebenfalls unter www.computersucht.help.

Wie erkenne ich Pathologischen PC-/Internet-Gebrauch

(sog. Computersucht, Onlinesucht oder Internetsucht)?

- PC-/Internetaktivität

Experten erkennen eine Computersucht oder Internetsucht unter anderem daran, wie oft und lange sich jemand mit dem Computer beschäftigt, wie sich sein Erleben dadurch verändert und welche negativen Fogen es für ihn als Person und für seine Lebenssituation hat. Als „pathologisch“, sprich krankhaft, gilt es, wenn die angeführten Kriterien mehrheitlich zutreffen:

- „Exzessives Verhalten“

Wenn 70 oder mehr Stunden pro Woche schul- oder berufsfremd oder mehr als 30 Stunden ohne Pause mit Gamen, Chatten oder Surfen/Streamen verbracht werden.

- „Versunkenheit“

Ein Merkmal des pathologischen PC/Internetgebrauchs (sog. Computer- bzw. Internetsucht) ist die intensive Fokussierung auf das virtuelle Geschehen. Die Wahrnehmung der Realität tritt zurück. Experten nennen diesen Zustand „Immersionserleben“ oder „Versunkenheit“. Exzessive PC/Internetnutzer versinken oft komplett in die virtuelle Erlebniswelt.

- „Verlorenheit“

Diese „Versunkenheit“ kann bis zur völligen Vernachlässigung des Alltags führen: Beziehungen, Hausarbeit, körperliche Bedürfnisse, schulische oder berufliche Anforderungen. Die „Versunkenheit“ wird zur „Verlorenheit“. Der unter Computersucht oder Internetsucht  Leidende wendet sich vollständig ab von der Realität, ist kaum erreich- oder ansprechbar.

- Reduzierte Fähigkeit zur Handlungskontrolle

Handlungen werden weniger bewusst, sondern spontan durch die vom Computer gegebenen Reize ausgelöst. Ein Teufelskreis entsteht: Durch die Internetsucht oder Computersucht werden reale Erlebnismöglichkeiten ignoriert. Freunde, Stadtbummel oder Sport werden kaum wahrgenommen. Die Betroffenen empfinden den Computer als einzig attraktive Beschäftigung.

Welche Auswirkungen haben die sog. Computersucht oder Internetsucht?

Der exzessive PC/Internetgebrauch kann die Verfassung eines Menschen und seines Umfeldes beeinträchtigen. Die Störung verursacht oder verstärkt u.a.:

  • Rückenbeschwerden
  • Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus
  • Essstörungen mit Übergewicht
  • begleitender Tabak-, Alkohol- und Cannabismissbrauch

Auf psychischer und sozialer Ebene führt die Computersucht oder Onlinesucht etwa zu:

  • depressiven Verstimmungen und sozialer Ängstlichkeit
  • Konflikten in der Familie
  • zur Vernachlässigung oder zum Abbruch von Schule und Ausbildung
  • zum Verlust des Jobs

Wie entsteht ein Pathologischer PC-/Internetgebrauch?
Wer neigt zu Computersucht oder Internetsucht?

Alle Formen der oft als Computersucht oder Internetsucht bezeichneten Störung erfüllen die Merkmale des kindlichen Spielens: Wie hier geht es auch beim Gamen, Chatten oder Surfen darum, real so nicht erfüllbare Wünsche in einer Fantasiewelt bzw. virtuellen Welt scheinbar zu verwirklichen. Geschieht dies mit einem Gefühl von Unterlegenheit oder Minderwertigkeit, ist das Risiko für die Erkrankung erhöht. Fehlende berufliche Perspektiven, soziale Enttäuschungen und Probleme bei der Alltagsbewältigung machen das Medium PC/Internet zum  universellen „Lieblingsspielzeug“. Deshalb erkranken oft Personen, die sich durch Herkunft, Bildungsstand, gesellschaftlicher oder familiärer Situation benachteiligt fühlen.

Wo finden Menschen Hilfe bei Pathologischem PC-/ Internetgebrauch

(Computersucht oder Internetsucht)?

Der pathologische PC/Internetgebrauch (Computersucht oder Internetsucht) ist ein eigenständiges Krankheitsbild. Die Kosten für eine stationäre Behandlung für die Dauer von 10 Wochen sowie die anschließende Nachsorge an einer Suchtberatungsstelle werden von den  Rentenversicherungsträgern und Krankenkassen übernommen

Sind Sie selbst oder jemand aus Ihrem Umfeld von einer sog. Computersucht oder Internetsucht betroffen? Die AHG verfügt über eine mehrjährige Erfahrung in der Therapie von Computer- bzw. Onlinesucht oder Internetsucht. In 45 Einrichtungen profitieren Patienten von dem engen therapeutischen Austausch.

Entdecken Sie hier mehr zu den umfassenden Erfahrung, Kompetenzen und Erfolgsquoten der AHG Kliniken

(*3,9 ct/Min. Festnetz – mobil max. 42 ct/Min.)