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Pathologischer PC-/Internet-Gebrauch (Computersucht, Onlinesucht, Internetsucht)

Gebannt starrt ein Mensch auf einen großen, hell erleuchteten Bildschirm vor sich.

Computersucht, Internetsucht oder Onlinesucht: Längst verzeichnen neueste Untersuchungen eine deutliche Zunahme der von Ärzten und Therapeuten als „Pathologischer PC- und Internetgebrauch“ bezeichneten Störung.

Die Auswirkungen der sog. Computersucht, Internetsucht oder Onlinesucht reichen dabei zum Teil so weit, dass selbst Familie, Partner, Freunde oder Beruf durch die virtuelle Welt von PC und Internet verdrängt werden.

Persönliche Beratung und Orientierung bei Computersucht, Internetsucht oder Onlinesucht erhalten Betroffene und Angehörige bei der AHG-Beratungshotline unter Tel. 01801-244 222 und beratung@ahg.de.

Gezielte Therapieangebote bieten die folgenden AHG-Standorte an:

Im Odenwald (Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene), Münchwies (Erwachsene ab 18 Jahren), Schweriner See (Erwachsene ab 18 Jahren), Beelitz (Jugendliche von 14 - 18 Jahren)

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Wie erkenne ich Pathologischen PC-/Internet-Gebrauch

(sog. Computersucht, Onlinesucht oder Internetsucht)?

- PC-/Internetaktivität

Experten erkennen eine Computersucht, Internetsucht oder Onlinesucht unter anderem daran, wie oft und lange sich jemand mit dem Computer beschäftigt. Als „pathologisch“, sprich krankhaft, gilt, wenn bis zu 100 Stunden pro Woche oder 30 - 50 Stunden ohne Pause mit Gamen, Chatten oder Surfen verbracht werden.

- „Versunkenheit“

Ein Merkmal der sog. Computer- bzw. Onlinesucht ist die intensive Fokussierung auf das virtuelle Geschehen. Die Wahrnehmung der Realität tritt zurück. Experten nennen diesen Zustand „Immersionserleben“ oder „Versunkenheit“. Bei Computersucht bzw. Internetsucht oder Onlinesucht sind die Betroffenen komplett „versunken“ in die virtuelle Erlebniswelt.

- „Verlorenheit“

Diese „Versunkenheit“ kann bis zur völligen Vernachlässigung des Alltags führen: Beziehungen, Hausarbeit, körperliche Bedürfnisse, schulische oder berufliche Anforderungen. Die „Versunkenheit“ wird zur „Verlorenheit“. Der unter Computersucht, Internetsucht oder Onlinesucht Leidende wendet sich vollständig ab von der Realität, ist kaum erreich- oder ansprechbar.

- Reduzierte Fähigkeit zur Selbstkontrolle

Eine Besonderheit der Internetsucht oder Computersucht besteht darin, reale Erlebnismöglichkeiten zu ignorieren. Freunde, Stadtbummel oder Sport werden kaum wahrgenommen. Von Computersucht oder Onlinesucht Betroffene empfinden den Computer als einzig attraktive Beschäftigung. Therapeuten diagnostizieren den Verlust der Selbstkontrolle: Handlungen werden weniger bewusst, sondern spontan durch die vom Computer gegebenen Reize ausgelöst.

Welche Auswirkungen haben sog. Computersucht, Internetsucht oder Onlinesucht?

Computersucht, Internetsucht oder Onlinesucht können die Verfassung eines Menschen und seines Umfeldes beeinträchtigen. Die Störung verursacht oder verstärkt u.a.:

  •  Rückenbeschwerden
  •  Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus
  •  Essstörungen mit Übergewicht
  •  Konzentrations- und Leistungseinbußen
  •  Tabak-, Alkohol- und Cannabismissbrauch oder pathologisches Glücksspielverhalten

Auf sozialer Ebene führt die Computersucht oder Onlinesucht etwa zu:

  • depressiven Verstimmungen und sozialer Ängstlichkeit
  • Konflikten in der Familie
  • zur Vernachlässigung oder zum Abbruch von Schule und Ausbildung
  • zur Kündigung des Jobs

Was passiert bei Pathologischem PC-/Internet-Gebrauch?
Wer neigt zu Computersucht, Internetsucht oder Onlinesucht?

Ärzte und Therapeuten sprechen heute von einem „Regressionsprozess“. Das heißt, die sog. Computersucht oder Internetsucht führt zurück in eine Entwicklungsstufe, die in etwa der des Vorschulalters entspricht.

Alle Formen der oft als Computersucht, Internetsucht oder Onlinesucht bezeichneten Störung erfüllen die strukturellen Merkmale des Spielens: Wie hier geht es auch beim Gamen, Chatten oder Surfen darum, real so nicht erfüllbare Wünsche in einer Fantasiewelt scheinbar zu verwirklichen. Geschieht dies mit einem Gefühl von Unterlegenheit oder Minderwertigkeit, ist das Risiko für eine Computersucht oder Onlinesucht hoch. Mangelndes Selbstwertgefühl, fehlende Perspektive und soziale Enttäuschungen machen Internet und PC rasch zu universellen „Lieblingsspielzeugen“. Deshalb erkrankt oft der an Internetsucht oder Computersucht, der sich durch Herkunft, Bildungsstand, gesellschaftlicher bzw. familiärer Situation diskriminiert fühlt.

Wo finden Menschen Hilfe bei Pathologischem PC- und Internet-Gebrauch

(sog. Computersucht, Internetsucht oder Onlinesucht)?

Die sog. Computersucht, Internetsucht oder Onlinesucht ist ein eigenständiges Krankheitsbild. Nach Prüfung des Einzelfalles übernehmen Rentenversicherungsträger und Krankenkassen die Kosten der bis 12-wöchigen Behandlung – auch bei Kindern und Jugendlichen.

Sind Sie selbst oder jemand aus Ihrem Umfeld von Computersucht, Internetsucht oder Onlinesucht betroffen? Die AHG verfügt über eine mehr als zehnjährige Erfahrung in der Therapie von Computer- bzw. Onlinesucht oder Internetsucht. In 45 Einrichtungen profitieren Patienten von dem engen therapeutischen Austausch.

Weitere Informationen

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AHG Beratungs-Hotline; Telefon: 01801-244222 (3,9 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz; mobil maximal 42 Cent pro Minute)

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